Bauverzögerungen in Oberschleißheim belasten Gemeindebudget

Auf der Baustelle am Frauenfeld in Oberschleißheim herrscht weiterhin Stillstand, und die Fertigstellung des kommunalen Wohnbauprojekts hat sich erneut verzögert. Ursprünglich sollten die Arbeiten im Oktober 2023 abgeschlossen sein, doch nun wird das dreistöckige Gebäude erst im März 2025 bezugsfertig sein. Diese Nachricht überbrachte der Architekt Albrecht Quincke dem Gemeinderat, wobei er Lieferengpässe und Probleme mit lokalen Unternehmern als Hauptgründe für die Verzögerung nannte.

Die Verzögerungen sind besonders frustrierend für die Gemeinde Oberschleißheim, die geplant hatte, das 1200 Quadratmeter große Grundstück, das sie in den 1990er Jahren erworben hatte, zur Bereitstellung preisgünstiger Mietwohnungen für kommunale Mitarbeiter, Feuerwehrleute, Erzieher und Kindergärtnerinnen zu nutzen. Nicht nur die geplanten Mieteinnahmen fallen bis zur Fertigstellung weg, sondern auch die Baukosten steigen unerwartet an.

Die zunehmenden Kosten und der erneuerte Druck auf die Gemeindefinanzen sorgen für Besorgnis unter den Gemeinderatsmitgliedern. Helga Keller-Zenth von den Grünen kritisierte, dass Korrekturen im Bauprozess nicht rechtzeitig kommuniziert wurden. Der dritte Bürgermeister von Oberschleißheim, Casimir Katz von der FDP, äußerte ebenfalls seine Bedenken über das Fehlen eines Risikopuffers im Projektbudget und prognostizierte weitere Verzögerungen und finanzielle Nachforderungen.

Trotz der Herausforderungen und Unsicherheiten bleibt Quincke optimistisch, dass die Kostensteigerung auf maximal 200.000 Euro begrenzt werden kann, zusätzlich zu den bereits kalkulierten 6,5 Millionen Euro. Die Entwicklung des Projekts bleibt jedoch weiterhin ungewiss und eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Dieser Originalartikel wurde von Dieter Michalek verfasst.