Neugestaltung am Steg: Kostenspar-Planungen genehmigt

Während der Gemeinderatssitzung am 21. Juni 2022 wurde der Entwurfsplan zur Umgestaltung des Bereichs um den Alten Steg und Neuen Steg vom Planungsbüro relais Landschaftsarchitekten aus Berlin vorgestellt und gebilligt. Mit Gesamtkosten von zunächst 10 Millionen Euro, wovon die Gemeinde laut Bürgermeister Jürgen Götz eine Förderung durch den Freistaat Bayern in Höhe von etwa 50% erwartete, war dies ein bedeutendes Projekt. Die relais-Landschaftsarchitektin Kirsten Polifka aktualisierte den Gemeinderat am 7. November 2023 über die gestiegenen Kosten auf nun 11,38 Millionen Euro und präsentierte vier Varianten zur Kosteneinsparung. Letztendlich einigte sich der Rat darauf, im Bereich der Urbanen Lände die Calisthenics-Anlage zu streichen und lediglich den Umbau des Omnibusparkplatzes vorzunehmen, wodurch die Kosten um 2 Millionen Euro reduziert wurden. Die Gesamtkosten verringerten sich demnach auf 9,08 Millionen Euro, basierend auf einem erhöhten Bauindex. Die Regierung von Unterfranken stellte der Gemeinde Fördermittel in Höhe von 60% der förderfähigen Kosten in Aussicht.

Der Gemeinderat entschied sich auch gegen die Errichtung einer Calisthenics-Anlage im Bereich zwischen Stegrampe und Mainfrankensäle, um stattdessen eine großzügige Vegetationsinsel anzulegen. Als Ersatz für die wegfallenden sportlichen Anlagen ist eine Skateanlage in der Nähe des Mainufers geplant. Der Mainbalkon am nördlichen Ende der Urbanen Lände wird barrierefrei zugänglich sein und neben Sitzmöglichkeiten auch Anleger für Wasserwanderer bieten. Geplant ist zudem eine Nebelanlage für Abkühlung an heißen Tagen und ein Platz für den Grünen Markt sowie Außengastronomie.

Bei der Belagswahl für das neue Stegumfeld gab es drei Varianten, von denen die teuerste Variante aus mehrfarbigem Naturstein gewählt wurde. Hinsichtlich der Parkplatzgestaltung einigte man sich darauf, nur den Busparkplatz umzugestalten, was eine Kostenreduktion und die Schaffung von Ersatzstellplätzen nördlich der Gärtnerei Reim zur Folge hatte.

Das landschaftliche Umfeld am alten Steg wird durch einen naturhaften Park mit Uferweg und Parkflächen geprägt. Trotz der Möglichkeit zur Kosteneinsparung entschied sich der Gemeinderat für die Beibehaltung der Mainterrasse als attraktiven Aufenthaltsort am Wasser.

Diese Entwicklungen zeigen, wie intensiv die Planung und Umsetzung von städtischen Projekten ist und welche Herausforderungen es gibt, um die Bedürfnisse der Gemeinde mit den verfügbaren Ressourcen in Einklang zu bringen. Der Autor des Originalartikels gibt uns hiermit einen detaillierten Einblick in die komplexen Entscheidungsprozesse, die bei der Entwicklung und Realisierung von Bauprojekten im öffentlichen Raum eine Rolle spielen.

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