Bauprojekte in Stockelsdorf: Hürden und Hoffnungen im Plangebiet Franzhörn

Im Stockelsdorfer Plangebiet Franzhörn ist der riesige Lärmschutzwall zur L 184 fertiggestellt worden. Zudem wurde die neue Straße, die nach Hans-Kohlmorgen, dem ehemaligen Bürgermeister von 1958 bis 1975, benannt wurde, sowie die Anschlüsse für Beleuchtung und Entwässerung und zwei Regenrückhaltebecken fertiggestellt. Doch derzeit ist wenig Aktivität auf dem etwa 3,4 Hektar großen Gelände gegenüber dem neuen Feuerwehrhaus am Bohnrader Weg zu erkennen.

„Wir hatten ursprünglich andere Erwartungen“, gibt Stockelsdorfs Bauamtsleiter Christian Ohm zu. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und steigender Baukosten mussten die Entwicklungsarbeiten jedoch vorerst „auf Eis gelegt werden“. Nun ist die Erschließung größtenteils abgeschlossen, doch die Bautätigkeiten werden in der nahen Zukunft überschaubar bleiben.

Es gibt Bauaktivitäten entlang der Grundstücksgrenzen parallel zur Wohnbebauung Baareneichkoppel. Dort errichtet die Wilck-Stiftung auf einem erworbenen Grundstück insgesamt 14 Reihenhäuser zur Vermietung. Die Gebäude sind bereits erkennbar und sollen bis Herbst 2024 fertiggestellt sein.

Zwei weitere Wohnungsbauprojekte auf dem Gelände werden jedoch nicht vor 2026 abgeschlossen sein. Geplant sind drei Mehrfamilienhäuser mit 48 bzw. 33 Wohneinheiten auf zwei Grundstücken. „Wir hoffen, dass wir die notwendigen Grundstücksverkäufe mit zwei Lübecker Wohnungsbauunternehmen Anfang nächsten Jahres abschließen können. Im Grunde genommen sind wir uns einig“, so Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD). Im Vertrag werden auch Fristen für die Fertigstellung der Gebäude, mit mindestens 30 Prozent öffentlich geförderten Wohnungen, festgelegt. „Wir werden darauf achten, dass der Zeitplan für alle Seiten akzeptabel bleibt. Solche Projekte stellen derzeit auch für Wohnungsbaugesellschaften eine Herausforderung dar“, erklärt Ohm.

Auf einer Grundstücksfläche von 4500 Quadratmetern soll zügig ein neuer Kita-Neubau umgesetzt werden. Die Gemeinde plant ein zweistöckiges Gebäude für bis zu 154 Kinder in zehn Kita-Gruppen. Die Diakonie Nord Nord Ost soll als Träger fungieren. „Der Bauantrag wird bald gestellt. Sobald die Genehmigung im ersten Quartal 2024 vorliegt, wollen wir sofort loslegen“, kündigt Ohm an. Das Ziel für das rund neun Millionen Euro teure Projekt ist die Fertigstellung im Herbst 2025.

„Das ist ehrgeizig, aber machbar“, sagt Ohm. Das Gebäude ist als Hybridbau geplant: Das Erdgeschoss wird massiv gebaut, das Obergeschoss in Holzrahmenbauweise. Auf dem Kita-Gelände wird auch eine Wärmezentrale mit Wärmepumpen eingerichtet, die das gesamte Wohngebiet versorgen soll. Die Wärmezentrale soll unter anderem mit Energie aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Kita-Gebäude gespeist werden. Ohm fügt hinzu: „Gründächer und Photovoltaik sind für alle Gebäude in dem Plangebiet festgelegt.“ Dieser Blogpost basiert auf einem Originalartikel des Autors.

Originalartikel: www.ln-online.de/lokales/ostholstein/stockelsdorf-verzoegerung-im-neubaugebiet-franzhoern-reihenhaeuser-und-wohnungen-EYM2IQ7BHFEGBGDDMHKXE3HMZU.html

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