Kita-Ausbau in Dortmund: Finanzhürden & Lösungen

In Dortmund steht der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze durch den Bau neuer Kitas vor einem finanziellen Hindernis. Die stark gestiegenen Baukosten machen es für Investorinnen und Investoren zunehmend schwieriger, ihre Projekte wirtschaftlich umzusetzen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, überlegt die Stadtverwaltung, einen kommunalen Zuschuss zu gewähren, damit 13 geplante Kita-Neubauprojekte finanzierbar bleiben.

Seit 2011 wird der Ausbau der Betreuungsplätze in Dortmund maßgeblich durch freie Träger in Kooperation mit Investoren vorangetrieben. Sie finanzieren die Bauvorhaben über langfristige Mietverträge, welche auf einer festgelegten Mietpauschale basieren, die im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) verankert ist. Allerdings machen die gestiegenen Baukosten diese Finanzierungsmethode zunehmend unrentabel.

Das Jugendamt der Stadt Dortmund schlägt nun vor, die KiBiz-Mietpauschale durch einen Zuschuss der Stadt aufzustocken, um so Investoren eine langfristig gesicherte Mieteinnahme zu garantieren. Aktuell liegt der Mietzins gemäß KiBiz bei 12,24 Euro pro Quadratmeter, und die Stadt plant, diesen Betrag um 2,76 Euro auf 15 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. Da die KiBiz-Mietpauschale jährlich angepasst wird, würde der städtische Zuschuss im Laufe der Zeit sinken und gänzlich entfallen, sobald der Mietzins die Marke von 15 Euro erreicht.

Der vorgeschlagene kommunale Zuschuss würde sich auf insgesamt 13 Kita-Bauprojekte beziehen, die momentan auf Eis liegen. Sollten diese Projekte nicht realisiert werden, stünden 711 Betreuungsplätze für Kinder in Gefahr, davon 239 für Kinder unter drei Jahren und 472 für Kinder über drei Jahren. Diese Entwicklung hätte auch finanzielle Konsequenzen für den städtischen Haushalt – es wird geschätzt, dass die Mehrkosten im Jahr 2025 etwa 80.000 Euro betragen würden.

Die Entscheidung über den vorgeschlagenen Zuschuss liegt nun beim Rat der Stadt Dortmund, der in seiner Dezembersitzung darüber abstimmen soll.

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Dieser Artikel wurde auf Basis des Originalartikels von dem Autor verfasst.

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